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safari reader hack
5 April 2011


Inspired by this and that I decided to do my own Safari Reader UI hack.

Reader.html

ps. Brett Terpstra has a nice how-to install Safari Reader hacks.

[Update 2011_08_28: Under Safari 5.1 reader.html has moved to: /System/Library/PrivateFrameworks/Safari.framework/Versions/A/Resources/Reader.html]


Nur ein großer iPod Touch?
28 Januar 2010

…Das Tablet ist ein teures Netbook – wenn man meinem EeePC das Display abbricht, die Tastatur rausreißt und dann das Display mit ner Touchfolie an den angedachten Ort für die Tastatur klebt, schwinden die Unterschiede. Er behält trotzdem mehr Funktionalität als das iPad jetzt hat.

Ich hatte heute eine nette Diskussion mit Martin/@Blackspear zum iPad, von dem auch obiges Statement stammt. Die komplette Diskussion findet man hier.

[Update]
Hier ergänzend zur Diskussion noch ein paar großartige Beiträge:

[Update2]
Dieser Artikel beschreibt recht eindrücklich wohin die Reise gehen könnte: I need to talk to you about computers ! Gerade auch vor dem Hintergrund von Chrome OS und Android Tablets ein sehr interessanter Gedanke.

[Update3]
Da ich mich mit Martin/@blackspear nicht über die wahrscheinliche zukünftige Bedeutung des iPad einigen konnte (und die Bedeutung von Flash), müssen wir auf einem anderen Weg feststellen wer die besseren Argumente hat.

Wenn das iPad bis zum 1.1.2011 keine 40%+ Marktanteil im Tablet-Markt (Touchscreen mit mind. 6”) haben sollte, bekommt Martin eine Flasche Whiskey von mir. In jedem anderen Fall bekomme ich die Flasche. In beiden Fällen wird der Inhalt gemeinsam verzehrt ;). Als Benchmark-Quelle dürfen keine Statistiken von Apple bezüglich Marktanteil verwendet werden.


Dr. Kindle auf der Flucht oder Surfen mit dem Kindle im deutschen Netz.*
26 Januar 2010


Twitter auf dem Kindle

Vor nicht all zu langer Zeit schrieb ich noch: …für mich sind das jedenfalls erstmal genug Gründe keinen Kindle zu kaufen und jetzt ist es soweit, die erste Akkuladung meines Kindles ist nach ca. 4 Wochen häufigen Gebrauchs dahin. Hier ein kurzer Bericht zum Sinneswandel und den ersten Eindrücken am Vorabend der Bekanntgabe des Apple Tablets (sic!), angereichert durch ein paar Nutzungshinweise.
 
eReader

Für mich haben eReader** gleich mehrere Vorteile im Vergleich zu anderen Leseplattformen, die bei mir hauptsächlich ausgedruckte Fachartikel, normale Bücher und mein Laptop sind. Im Internet wird immer wieder das ermüdungsfreie Lesen genannt, welches sich kaum noch vom Lesen normale Bücher unterscheiden soll. Das stimmt, finde ich aber nicht so wichtig. Täglich schau ich zwischen 4-12 Stunden auf einen Monitor – hab mich wohl dran gewöhnt. Wichtiger ist mir die Möglichkeit viele Bücher (und andere schriftliche Informationen) auf möglichst kleinem Raum zu transportieren. Warum ist mir das wichtig? Z.B. während der Feldforschung in China kommen zu den 2 mitgebrachten Büchern und den 20 Artikeln immer noch 12-15kg gesammeltes Material dazu. Das ist, auch wörtlich gesehen, eine Menge Holz. Gegen andere elektronische Lesegeräte (iPod Touch, Macbook Pro) spricht Ihre geringere Akkulaufzeit (beide), umständlicheres Transportverhalten (MBP), Gewicht (MBP) und die nahezu unendlichen Prokrastinationsoptionen (beide, dazu später mehr).  
 
Allerdings haben eReader auch eine Reihe von Nachteilen, manche davon haben einige Beobachter schon vom vorzeitigen Ende dieser Technologie sprechen lassen. Zunächst die klassischen Kritikpunkte: ein eBook ist kein physisches Buch und somit existiert keine Möglichkeit ein gekauftes Buch zu verschenken oder zu verkaufen. Das ist ein wichtiger Punkt. Mehr als 2/3 meiner Bücher habe ich gebraucht erstanden. Viele davon über das Netz im englischsprachigem Ausland. Häufig waren dabei die Frachtkosten höher als die eigentlichen Buchpreise. Der andere Kritikpunkt bezieht sich auf die Technik der eReader und hier hauptsächlich das Display. Gizmodo  und andere halten diese Displays für einen Anachronismus: Monochrom zum einen, eine schlimme Latenz beim Umblättern zum anderen (obwohl hier der Kindle wohl den Nook um Längen schlägt). Gerade im Bezug zum mutmaßlichen Apple-Tablet sollen Kindle und Konsorten angeblich Relikte aus der Vergangenheit sein. Dem würde ich mich so nicht anschließen wollen. Es geht um Geräte mit wahrscheinlich völlig unterschiedlichen Verwendungszwecken.
 
Kindle


PDF im Hochformat


PDF im Querformat

Zunächst einmal zu den Basiseigenschaften des Kindle. Menüführung, Design, Verarbeitung etc… machen einen sehr durchdachten Eindruck. Man kann mit diesem Gerät sehr angenehm Lesen, für einen eReader ja nicht unwichtig. Einzig eine Einschränkung ist angebracht: PDFs sind eine Qual. Es gibt keine Zoomfunktion und so wird der Inhalt einer DIN A4 Seite auf die 6“ des Kindles gequetscht. Das sieht noch nicht mal im Querformat gut aus (siehe Fotos). Hier bietet sich der Konvertierungsdienst von Amazon selbst an. PDF in eine Email mit dem Betreff “convert” an (kindlename)@free.kindle.com oder (kindlename)@kindle.com und das Dokument kommt als .azw (Kindle gerechtes MOBI Format) entweder in Form einer Email zurück (free.kindle.com) oder wird direkt zum Kindle (kindle.com, kostet allerdings) geschickt.

Die 3G Anbindung über AT&T Roaming ist verlässlich, die Tastatur reicht für meine Anforderungen komplett aus und ein Touchscreen vermisse ich bei diesem Preis auch nicht. Der Kindle hat neu ca. 175€ gekostet. Nun wird nicht jeder amerikanische Verwandte mit IPO Postfach haben, aber selbst dann ist der Preis im Vergleich z.B. zum txtr immer noch sehr attraktiv. Gerade auch wenn man die Content-Frage berücksichtigt.

Content

Das Lesevergnügen hängt auch davon ab, wie und in welcher Form ich neues Lesematerial auf den eReader bekomme. Hier gibt es wohl zwei Varianten, die unterschieden werden müssen: den Store der jeweiligen Verkäufer des Geräts und alle anderen Quellen.

Ich sage an dieser Stelle voraus, dass der legale Verkauf von eBooks durch einen “Store” im Sinne von iTunes auf kurz oder lang für den Erfolg von Kindle&Co bestimmend wird. Leider findet ein wirklicher Konkurrenzkampf von verschiedenen Stores derzeit nur in den USA statt. In Deutschland gibt es, dank der Buchpreisbindung, kein vernünftiges Modell für den legalen Erwerb von eBooks. Deutsche Bücher werden bei Libri und txtr in elektronischer und physikalischer Variante für den gleichen Preis angeboten. Warum sollte man bei solchen Preisen ein eBook kaufen, dessen Gebrauch im Vergleich mit den „alten“ Büchern aus Papier doch so starken Beschränkungen unterliegt?

Von den bisher existierenden Stores scheint mir der von Amazon den anderen deutlich überlegen. Wer sich an meinen vorherigen Rant zum Kindle erinnert, wird wissen das ich mich über die Preisunterschiede zwischen amerikanischem und deutschem Store ziemlich aufgeregt habe. Hier gibt es eine kleine Neuigkeit, welche die Lage doch etwas ändert: man kann sehr leicht einen US Account eröffnen und Bücher etc zum amerikanischen Preis kaufen. Dies funktioniert mit jeder x-beliebigen Adresse in den Staaten und einer deutschen Kreditkarte. Es gibt noch eine besondere Fähigkeit des Kindle, die nur mit einem amerikanischen Account funktioniert – im nächsten Abschnitt mehr dazu. Normale Bücher kosten mit einem US Account 9.99$ (wenn sie direkt auf den Kindle geladen werden sollen kommen noch 2$ Roaming dazu). Das liegt zum Teil unter dem Preis, den ich für gebrauchte Bücher + Fracht vorher bezahlt habe. Erwähnenswert ist auch die Fähigkeit sich Probekapitel aller vorhandenen Bücher umsonst zu laden (auch ohne Roaming Gebühren). In Zukunft soll der Store für andere Sprachen freigeschaltet werden, ein Developer Kit soll auch folgen. Ich bin gespannt.

Die erwähnte besondere Fähigkeit des Kindle hängt mit dem experimentellen Browser des Kindle zusammen. Mit einem amerikanischen Account fallen sämtliche Sperren und anstatt auf Wikipedia beschränkt zu sein (normaler deutscher Account), kann man fast alle Seiten des WWW über UMTS aufrufen. Der Browser ist sehr langsam und rudimentär, aber für Twitter und Gmail reichts allemal. Bloglines (RSS Reader) ist leider keine Freude.

Damit kommen wir auch schon zu anderen Methoden den Kindle mit Lesematerial zu befüllen. Die wichtigste ist eine Software namens Calibre, die es für Linux, Mac und Windows gibt und den Kindle automatisch erkennt. Eine Freundin hat die Software als “iTunes für eReader” beschrieben, was recht treffend ist. Calibre bietet zunächst einmal eine Datenbank, um Texte von und zu verschiedenen eReadern zu verschieben. Wichtiger für mich ist aber die Fähigkeit, Zeitschriften zu abonnieren und automatisch auf den Kindle zu übertragen. So habe ich inzwischen immer Time Magazin, Foreign Affairs und die Zeit dabei.

Weitere wichtige Tools sind rekindleit und instapaper . Beide bieten die Möglichkeit Webseiten auf den Kindle zu übertragen und dadurch später zu lesen (“delayed procrastination”). Sie funktionieren beide mittels eines Javascript Link in der Lesezeichenleiste und unterscheiden sich nur im Detail. „rekindleit“ verschickt nur die aktuelle Webseite an den Amazon Konvertierungsdienst und entfernt alle Bilder. Instapaper ermöglicht das gebündelte Verschicken von mehreren Artikeln und behält einige Bilder.

Conclusion

Der Kindle ist ein herrliches Gadget zum Lesen und hervorragend an den Amazon Store angebunden. Ich persönlich finde es gut, dass er kein Farbdisplay hat, der Browser nicht schneller ist und man so kaum vom Lesen abgelenkt wird. Mein größtes Problem beim Lesen am Rechner sind nämlich die vielen anderen Dinge, die ich stattdessen tun könnte.


   *Bessere Titelvorschläge sind herzlich willkommen.

**In diesem Blogeintrag kennzeichnet eReader ein Gerät wie z.B. den Kindle mit eInk Display. eBooks bezeichnet hier elektronischen Content / elektrische Bücher.


Kindle - warums' nicht passt
27 Oktober 2009

[Update Januar 2010: Menschen sind schwach und ich habe mir doch einen Kindle gekauft. Hier ist der Bericht.]

*

Warum ich über den Kindle schreibe? Ich lese viel. Wahrscheinlich mache ich an einem normalen Tag nichts anderes in vergleichbaren Umfang. Derzeit findet dieses Vergnügen hauptsächlich in zwei verschiedenen Formen statt – vor irgendeinem TFT / LCD Bildschirm oder durch die, meist späte, Lektüre von Büchern und ausgedruckten Artikeln. Ein Großteil meines Lesematerials sind englischsprachige Zeitungen, Zeitschriften, Blogs und Bücher. Zweitens, ich bin kein Holzfetischist. Es gibt Menschen, die kaufen Bücher für die Ewigkeit und das Regal. Bücher zum Anschauen brauch ich nicht.

Seit dem klar ist, dass der Kindle nach Deutschland kommt schleiche ich nervös um relevante Webseiten herum. Versuche unauffällig auffällig von anderen ‘ne zweite Meinung und weitere Infos zu bekommen. Klar, Kindle arbeitet mit bösen DRM und wenn das Whispernet stirbt sind alle Bücher futsch. Klar stört mich das, aber der Dealbreaker sind ein paar andere Punkte:

1. Amazon hat Kindle Stores eingerichtet, die den Kindle mit Lesematerial befüttern sollen. Für jede Region und manches Land einen eigenen. Bekanntlich kann in all diesen Stores nur maximal der Content des amerikanischen Kindle Stores gekauft werden. Meist wird international weniger angeboten. Die Preise sind für die gleichen Produkte international allerdings wesentlich höher. Die New York Times kostet im Abo in den Staaten 11$, im deutschen Kindle Store 28$ (ja, es wird in Dollar abgerechnet). Bücher kosten im Schnitt 3-4$ mehr, als ob noch internationale Frachtkosten dazu kommen würden.

Gestern habe ich in meiner Wut (naja) eine Mail an den amerikanischen Support bezüglich dieser und anderer Fragen geschickt. Hier die ausführliche Antwort von Padmaja:

Regarding the price for the New York Times:
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Since publishers give us eBook rights on a country by country basis, availability and pricing of titles from the Kindle Store can vary by your home country or region. We are actively working with publishers to get the rights to all titles for every country and adding selection every day.

Editions of newspapers and magazines available to customers living outside the United States may not contain associated images, tables or graphics. Publishers may also provide different content in the international edition of certain periodicals.

Klar ist dies nur ein Textbaustein. Er macht aber deutlich, dass die unterschiedlichen und meines Erachtens willkürlichen Preise für das gleiche Produkt Teil des Systems sind. Ich denke, dass Ebooks zum einen erheblich billiger als die Printversion sein müssen (was dank des Aufschlags nicht mehr der Fall ist) und zum anderen für Online-Content überall der gleiche Preis gelten muss. Warum sollte ich für eine elektronische Nytimes mehr als das Doppelte bezahlen, nur weil ich in Deutschland wohne?

Aber der Support hat auch noch auf andere Fragen geantwortet:

2. Regarding the browsing, blogs, and wikipedia:
—————————————————————-

The ability to browse the web via Whispernet is not available in most countries outside the United States. However, most customers can access Wikipedia on Kindle. Blogs are not available to customers living outside the United States.

I’ve checked the details for Germany and Blogs and the experimental web browser are currently not available for your country. You will have free access to Wikipedia.

3. Regarding the iPhone App for the Kindle:
————————————————————

Kindle for iPhone and iPod touch is currently only available in the United States and only available for download from Apple’s U.S. App Store.
We’ve made no announcement about the International availability of iPhone application, so I can’t answer your question.

4. Regarding the International power plug:
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Kindle ships with a U.S. power adapter and a micro-USB cable for charging your Kindle via a computer USB port. The U.S. power adapter supports voltages between 100V – 240V.

As you are outside of the U.S. you need to use a local plug adapter, make sure the plug adapter is compatible and follow all safety instructions.
You’ll also find helpful information on our “Using Kindle If You Live Outside the United States” Help page (http://www.amazon.com/kindleinternationalsupport).

Auch hier sind keine Änderungen in Sicht. Blogs und Browser wären ein starkes Kaufargument gewesen (Wer bekommt eigentlich die Einnahmen für die Blogs? Boing Boing selbst?). Warum es Amazon nicht schafft lokale iPhone Apps und Stromstecker zu entwickeln und ggf. mitzuschicken wird auch weiterhin ihr Geheimnis bleiben. Für mich sind das jedenfalls erstmal genug Gründe keinen Kindle zu kaufen. Wahrscheinlich.

*Bild ist Eigentum von Amazon – ich habe heute nochmal eine Werbemail zum Kindle bekommen. Ich gehe hier von “fair use” des Bildes aus, entferne es im Zweifel aber auch gerne (nach Aufforderung) von diesem Blogeintrag.


base/eplus promotet hackintoshs?
28 Mai 2009

Wie jeder weiss liegt der eigentlich Anwendungsbereich der ganzen Netbooks darin, sie in eine kleine Armee von billigen Macs zu verwandeln. Wie weit dieser Gedanke im Mainstream angekommen ist zeigt die neue Kampagne von Base zum mobilen Internet.

Im Unterschied zur Internet-Anzeige hängen in Duisburg überall Plakate, die ein Medion-Akoya Netbook (welches sich übrigens hervorragend für einen Hackintosh eignet) mit geöffnetem Safari-Browser präsentieren.

die Anzeige / leider etwas abgeschnitten

mehr Details:

Das es sich nicht um die Safari-Beta für Windows handelt kann man übrigens an der Scroll-Bar rechts erkennen, die ist von Mac OS.


netbook - schmeckbook
15 Januar 2009

So, es ist getan. Ich habs’ verkauft.

Am Anfang schien es die perfekte Beziehung zu sein. Klein (ungefähr ein DIN A5 Blatt), leicht (etwas mehr als ein Kilo) und sechs Stunden Akkulaufzeit – eine fast optimale Lösung meiner datentechnischen Bedürfnisse unterwegs versprach der/die/das Asus EEE PC 901. Aus diesem Grund habe ich mir den Kleinen kurz vor der letzten Feldforschung in China organisiert. Zwar habe ich ein Notebook vom Forschungsprojekt, aber diesen drei Kilo Klotz durch Sichuan und Shandong zu schleppen schien mir keine gute Idee. Durch den Verkauf meines Nokia n800 (irgendwann dazu mehr), war der Kleine auch nicht mehr so teuer. Zumindest war dies meine Rechtfertigung für mich und alle, die (noch) keinen Sinn in der Investition sahen.

Aber sein wir ehrlich: natürlich wollte ich die Kiste hacken; einen Frankenmac ‘draus machen. Vielleicht wäre es mit diesem Quasi-Netbookstandarddesign (Intel Atom etc) ja auch endlich mal möglich, alle technischen Funktionen mit einer Standardlinuxdistro zu nutzen (kurze Zusammenfassung aller Versuche: nein, nicht möglich). Gerecht, schnell und mobil Windows hinter mir lassen, so dachte ich mir das. Das Netbook sollte instant-on da sein, Firefox, Thunderbird und Skype mich unterwegs mit der Welt verbinden. Word und ein .pdf reader für die Dokumente im Feld. Zur Erläuterung: leider dominiert Microsoft bzw. Microsoft Raubkopien sämtliche Verwaltungsstrukturen in der VR. Ein Mindestmaß an Kompatibilität erleichtert den Austausch vertraulicher Materialien enorm. Die Option eigene Dokumente zu verfassen hatte für mich allerdings nur sekundäre Bedeutung. Deshalb waren die kleinen Tasten des Asus, gerade im Vergleich zum MSI Wind, auch kein Problem. Für den Medienkonsum noch VLC und last.fm – das sollte es gewesen sein.

Netbooks und so auch der Asus EEE PC901 sind technisch gesehen, lets face it, im wesentlichen nur Miniaturisierungen von größeren (oder wahlweise: richtigen) Notebooks. Für den Tradeoff von etwas weniger Rechenleistung und Speicherplatz (mein Asus hatte 2 SSD: eine schnelle mit 4GB und eine langsame mit 8GB) bekommt man ein leichtes und portables Gerät mit einem sog. vollwertigen Betriebssystem. Und genau hier liegen m.E. Vor- und Nachteil dieser Kisten.

Zunächst ein paar allgemeine Eindrücke. Mein Asus wurde mit Win XP ausgeliefert und lief damit eigentlich auch ganz gut. Ehrlich gesagt lief keine Linux Distro so fehlerfrei wie XP (trotzdem hilfreich ist array.org für Ubuntu oder Linux Mint). WLAN, Sound und Standby funktionieren unter Linux je nach Lust und Laune – aber meist nicht wie erwartet. MAC OS X ist wohl installierbar, aber passt eigentlich nur auf die langsamere (weil größere) der beiden SSD. Zudem funktionieren weder Sound noch WLAN brauchbar oder überhaupt. Am Ende schien XP doch wieder die einzig realistische Alternative zu sein. Mit einer Einschränkung: einen Virenscanner sollte man nicht installieren, wenn man flüssig Arbeiten möchte. Hier reichen der Speicher, die Rechenleistung des Atom und die Geschwindigkeit der SSD einfach nicht aus.

Spaß hatte ich an Skype und der eingebauten Videokamera. Dergleichen Funktionalität habe ich an meinem n800 immer vermisst. Filme und Musik laufen auf dem Asus auch ohne Probleme. Im Gegensatz zum iPod Touch oder dem n800 muss hier vorher nichts konvertiert werden. Thunderbird und Firefox machen jedoch bei intensiver Nutzung keinen Spaß. Es ist die Auflösung von 1024×600 und die Verschwendung des vorhanden Platz durch die beiden Programme der Mozilla Foundation bzw. ihrer Equivalente von Microsoft, die mir hier in die Quere kommen. Wer viele IMAP Ordner mit Thunderbird verwaltet, wird den Asus nach einer Weile hassen… Zwar kann man bei Firefox und Opera mit F11 auf Vollbild wechseln, aber allzu viele Fenster sollte man nicht öffnen.

Resumé. Mir drängt sich seit langem der (wohl offensichtliche) Gedanke auf, dass es nun mal Betriebssysteme sind, die Computer und Derivate (Handys, Internet Tablets, Netbooks, MIDs) steuern. Es ist primär die Software, die uns die Interaktion mit dem Gerät erlaubt – und nicht die Hardware. Ohne ein entsprechendes Betriebssystem, dass Rücksicht auf den Netbook Formfaktor nimmt, sind diese Geräte nur kleinere und langsamere Abbilder der Notebooks. Bis heute halte ich den Palm Foleo für ein spannendes Konzept. Eine speziell angepasste Linuxdistro – von der man wie beim n800 nicht merkt das es Linux ist- und Kompatibilität und auch Instant-On. Achja. Ein anderes Beispiel ist die Software des iPod Touch bzw. iPhone, welche den vorhandenen Platz perfekt ausnutzt.

Unter diesen Vorraussetzungen wird es für mich im Sommer, wenn die nächste Reise nach China ansteht, wohl wieder ein Mac werden.


30-sekunden-sohn
15 Januar 2009

Quelle: Reuters

Hier eine trivale aber nette Ablenkung für alle, die sich mit dem ländlichen China beschäftigen: Wu Yulu ist Bauer und verleiht seiner Faszination von Robotern mit allerlei Geschick Ausdruck. Mehr dazu (und ein Video) gibt es bei BoingBoing.


myspace dänced, textpattern und cyberduck gehen nicht zusammen
16 Dezember 2008

Hier ein schneller Test, ob das Textpattern Upgrade am Ende doch funktioniert, mit einem Lied, welches mir nach einem kurzen Besuch bei myspace am heutigen Vormittag (leider?) nicht mehr aus dem Kopf geht. Damn you, Häns Dämpf.

PS. Wer Probleme beim Installieren der neuen Version von Textpattern hat, sei gewarnt: das ansonsten sehr gute Cyberduck pfuscht mit chmod und produziert einen relativ unerklärlichen 500 Internal Server Error.


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