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Ein nettes Gesprächsthema bei Tisch
7 Oktober 2011

Das sind die Fans, manche sagen Opfer, von Steve Jobs. Der Computer-Unternehmer, der mit 56 Jahren als Legende starb, hat einen neuen Typ von Unternehmer erfunden, eine Figur, die im dunklen Rollkragenpullover auf die Bühne tritt wie ein Magier und die nächste Innovation wie eine Religion verkauft: iMac-Computer, iPod-Musikspieler, das mobile iPhone, das iPad. Die Produktankündigungen von Jobs wurden zum Gottesdienst. Den Gläubigen war egal, dass sie ihre Apple-Spielzeuge überteuert kauften. Die Pods und Pads sind von erlesenem Design, leicht bedienbar, ein nettes Gesprächsthema bei Tisch und ein sicherer Image-Zugewinn für den Besitzer.

Ich schrieb es heute schon bei Twitter: Ich habe das Gefühl jeder Idiot erklärt Apples Erfolg mit fanatischen (Bonus: religiösen) Fans und Marketing. Als ob Apples Produkte nur durch Spucke und Steves “Magie” zusammengehalten werden und Gestern kollektiv ihren Dienst eingestellt hätten. Es könnte ja nie sein, dass Apples Produkte in der Regel nicht nur teurer, sondern auch besser sind. Argh.

(via Apples riskantes Geschäftsmodell – Göttlich – und gefährlich – Wirtschaft – sueddeutsche.de)

[Update 8. Oktober 2011]

As always there are those who reveal their asininity (as they did throughout his career) with ascriptions like “salesman”, “showman” or the giveaway blunder “triumph of style over substance”. The use of that last phrase, “style over substance” has always been, as Oscar Wilde observed, a marvellous and instant indicator of a fool. For those who perceive a separation between the two have either not lived, thought, read or experienced the world with any degree of insight, imagination or connective intelligence.

Stephen hat die ganze Problematik etwas eloquenter umschrieben.

(via Steve Jobs « The New Adventures of Stephen Fry)