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leben in langfang: wirtshaus zur resl ·497 days ago

von Schoasch, April/Mai 2009

Griass Eich,


einige von Euch (zumindest ich) haben sich bestimmt scho amal g’fragt: wie kann man in einer Wüste wia Langfang eigentlich überlem? Ganz einfach, mit einem bodenständigen Wirtshaus, dass den Durst löschen huift. Da gibts eine Einrichtung, die fast scho legendär (zwar nicht wia die French Bar, aber immerhin) woan is: des Wirtshaus zur Resl. Des bietet oam oisse, was ma braucht, Wein (in diesem Fall Bier aus Thermoskandln), Weib (die Resl) und Gesang (sprich: an Sauschmaaz (blödes Daherreden)). Hier foin dann so illustre Zitate wia: de grain oi wey Hundt (die chinesische Kippenqualität) (Bilder oben) oder: den Rest überlass i der Phantasie. Und nicht nur Wein, Weib und Gesang, sondern auch Sex (wieder die Resl, wer a immer des sei mog) and Crime (Laptop-Diebstahl unter den Augen der Stammtischgesellschaft) sind angesagt, das ganze trotz einer hochmodernen Kamera, die den Langnasen ein falsches Gefühl der Sicherheit vermittelt.

Grad in den Sommermonaten etabliert sich zur Resl eine illustre Runde, in der das Schicksal Chinas lebhaft debattiert wird, ein sogenannter Stammtisch (Bild oben). Manch einer hat auch scho vo einer Tafelrunde gesprochen, wobei sich leider das Eckige der Tische nicht hinfort lamentieren losst. Nicht selten jedoch folgt den hehren Ideologien dann ein deftiger Kater. (Bild unten)

Das eigentlich beeindruckende am Wirtshaus zur Resl aber is des post-moderne Klo-Ensemble, in dem die grüne Zukunft mit all ihren Tücken scho gestern begonnen hat. Scho beim Eintreten wird ma über dem Waschbecken dezent auf das unverzichtbare Wassersparen hingewiesen. Die Resl beläßt es dabei nicht bei Worten und läßt Taten folgen. Der Spülkasten wurde demonstrativ kurz und klein geschlagen, warum soll man das Bier in den Blasen der Gäste einfach verschwenden? Hinfort dient es als Klospülung, die leider einem ordentlichen Haufen nur in den wenigsten Fällen gewachsen ist. Durch die hohe Qualität der Speisen und Getränke entleert sich der Gast in den natürlichsten Stellungen von oben, unten, hinten, vorne und manchmal auch kopfüber. So ergibt sich ein Neo-Avantgardistisches Fäkalspektakel, das den feinsten Nasen und Mägen einiges abverlangt. Über allem schwebt ein drohender Schimmelpilz, vor dem man sich am besten mit dem über der Schüssel platzierten Schutzhelm wehrt. Und nicht vergessen: Händewaschen! (Bild des beeindruckenden Ensembles mit einer jungfräulichen Schüssel nachfolgend)


Eine Warnung sei hier aber ausgesprochen: wehe dem, der zur Resl kommt und koan Grund zum Saufen hod! (Kommt GottseiDank nur sehr selten vor)

Wasserqualität in den Wohnwaben:
Das Leben: es ist nicht zu fassen… flüchtig wie das Gas aus einem fürchterlichen Schoas (Furz)… man sieht es nicht und doch ist es überall… wie das Wasser aus meinem Bad. Das Gas ist leichter als Luft, aber in einem geschlossenen Raum wie dem Bad oder dem Bauch kann es enorme Explosionskraft entwickeln: also aufgepasst, wer gleichzeitig duscht und eine raucht fordert das Schicksal heraus.

Hier noch eine Warnung für alle! (Bild unten)

Wer diese Warnung nicht befolgt, sollte sich am besten mit diesem Fluchtwagen aus dem Staub machen (Bild unten).

Also, ein Prosit!
Schoasch