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Invisible and heavy shackles ·121 days ago

This article in the Economist gives you a very good overview of the context of my Phd thesis. I focus on changing patterns of land usage and the commodification of land in rural China.

…Li Longhui, Shuangxi’s party chief, wants to go further. By persuading the farmers to move from their freestanding homes into new three-storey apartment blocks, the village has recovered 33 hectares of land (10% of its total area)…

sommer-hiatus ·384 days ago

Dieser Sommer ist für mich eine sehr hektische Zeit, eigentlich bin ich konstant unterwegs. Zum Schreiben komme ich kaum – selbst mit dem Beantworten von Mails lasse ich mir ein wenig Zeit. Morgen geht es wieder nach China und da ich jetzt gerade fünf Minuten Zeit habe: hier ein paar Bilder der letzten Etappen.


Zunächst ging es nach Lanzhou – zur Western Development Conference


Eine gelangweilte Jeffrey D. Sachs Videobotschaft. Orginalzitat: “Does this take long? Its already late here!”


Man sieht meine Powerpoint im Hintergrund

Danach ging es nach Baiyin, eine Modellstadt für den Strukturwandel. Von der Kupferförderung hin zur Informationsgesellschaft.

Tsja, und dann waren wir noch in Frankreich :)


Hier hört die Überwachung auf

Mitte September bin ich wieder in Deutschland, dann gibt es hier auch wieder neues zu lesen. Vielleicht mit einem Beitrag zu “Warum ich die Piraten wähle” ;).

urumqi update ·419 days ago

Nachfolgend ein paar weitere Links zu Urumqi und der Minderheitenproblematik:

- South China Morning Post greift Meldung auf, dass Al Qaeda sich an China rächen möchte (Artikel ist nicht umsonst, kann aber über viele UBs eingesehen werden).

- Überlegungen zur Problematik in Xinjiang , von jemanden, der weder Angehöriger der Han noch Uighuren ist.

- Einige interessante Überlegungen von Rebecca MacKinnon zum Informationskrieg, der den nun auf die Auseinandersetzungen folgt.

- Ein kontroverser Artikel in der Financial Times: China is now an empire in denial.

Wie immer gilt, dass die vorgestellten Meinungen nicht unbedingt mit meiner identisch sein müssen.

urumqi 2009 ·424 days ago


(aus dem Bosten Globe Bericht)

Bosten Globe hat heute eine beeindruckende Sammlung mit 36 Bildern aus Urumqi veröffentlicht.

Weitere Infos:

- Ein Kommentar des Carter Centers, warum die Auseinandersetzungen in Xinjiang möglicherweise eine neue Qualität ethnischer Konflikte zeigen.

- Eine Art Tagebucheintrag eines Han-Chinesen (中). Sehr gruselig.

- 70 Bilder, die vor allem den militärischen Aufmarsch zeigen.

- Kritik an der westlichen Mediendarstellung.

- Ein paar Gedanken von Evan Osnos im New Yorker. Einschließlich interessanter Links.

[Update]

- H. Bork berichtet für die Süddeutsche aus Urumqi und hat sich mit dem Ausgangspunkt der Krawalle beschäftigt.

[Update2]

- Eine gute Zusammenfassung von Austin Ramzy im Time-Magazin.

Alle hier angeführten Meinungen sind nicht unbedingt identisch mit meiner Sicht auf die Dinge.

Yan Wei ·451 days ago

Die Bilder von Yan Wei erinnern mich stark an die Arbeit meiner verschollenen Freundin Xiao Mi (die jetzt wohl bei einer christlichen Sekte in Beijing ist).

Als Tribut (“Friends”) :

chinas kreativmenschen und jugendkultur ·468 days ago


(Adam)

Für alle an Chinas Gegenwartskultur Interessierten ist folgendes Interview von Jenny Zhu mit Adam Schokora ein muss! Das Interview ist die derzeit vielleicht beste englische Zusammenfassung der Jugendkultur/Kreativkultur/Szene im Netz.

loveland ·477 days ago


(Rechte am Ausschnitt bei Spiegel Online)

Ganz früher hatte ich auf diesem Blog schon eine paar Berichte über Freizeitparks in der VR China. Leider hat der böse MySql Gott diese alle ins Nirvana befördert… Um so dankbarer bin ich Spiegel Online (via Bolle) für diesen Beitrag :

Eine riesige Skulptur eines weiblichen Unterkörpers – lediglich bekleidet mit einem String-Tanga – reckt ihren nackten Po den Besuchern entgegen: Chinas erster Sex-Themenpark schockt die Bewohner von Chongqing, im Südwesten des Landes, bereits lange bevor das “Love Land” im Oktober eröffnen wird.
(aus dem angeführten Artikel)

baby international ·486 days ago


(Ausschnitt der Startseite von baby-international.com)

Fast jeder der sich mit China beschäftigt – und sei er noch so tief in der kulturwissenschaftlichen mamonverachtenden Welt verwurzelt – hat irgendeine Geschäftsidee in der Hinterhand, die man im “Fall der Fälle” aus dem Hut zaubern würde. Kaum einer setzt diese Idee jedoch in die Tat um oder ist erfolgreich dabei (siehe meine Idee ins Tshirt Geschäft einzusteigen). Deshalb heute der Hinweis auf ein gelungenes Gegenbeispiel von Nils van Dorn, der sich gerade mit Baby International in Shanghai selbstständig macht.

parkour, dialekt vs putonghua und blogs (by white guys in china) ·500 days ago

Allgemeine Arbeit lässt mir gerade wenig Zeit, aber auf den Besuch von zwei Blogs muss ich wirklich drängen: 伍拾陸minus壹dotcom und 八八吧 :: 88 Bar. Beide haben ganz grandiose Blogposts und stehen sogar auf CNreviews Liste der Ten Eclectic China Blogs You Should Follow. Zwei inhaltliche Beispiele soll es heute geben:

56minus1 beschäftigt sich hier mit Parkour und seiner Szene in China. Dazu gibt es auch ne ganze Reihe von Youtube Videos, zu denen das folgende gehört:

八八吧 :: 88 Bar hat hier ein Video aufgetan, in dem mehrere Rapper vom Festland das pro und contra von Dialekt und Hochsprache (Putonghua, Fernsehchinesisch) erläutern.

Update: 56minus1 hat sogar einen Post über Zhuo Danting, die so tätowiert ist, dass dies vor einiger Zeit imerhin der Süddeutschen.de eine Erwähnung wert war.

wut ·557 days ago

Zur Vorbereitung von Leeds lese ich gerade einen Text von Qin Hui über die Bodenfrage im ländlichen Raum. Der Text ist gut geschrieben, die Analyse treffend – aber am beeindruckensten finde ich einen anderen Aspekt. Qin Hui hat hier eine wütende Anklage verfasst. Einen “Rant” gegen kollektives Eigentum am Boden (“Was soll das sein?”) und das Argument für seine Verwaltung durch staatliche Organe zum Schutz des Bauern vor Glücksspiel, Verschwendung und Alkholsucht (“Wieso sollten die Kader besser wissen was für die Bauern gut ist, als diese selbst?”). Die neuen sozialistischen Dörfer bezeichnet er kurzerhand als “Bewegung zur Enteignung des Bodens und zur Zwangsumsiedlung” ( 收地拆房运动 ). Dabei ist mir aufgegangen, dass das Stilmittel “Wut” ein verbindendes Element eines großen Teils meiner Lektüre der letzten Wochen darstellt. Hier mal ein kleiner Auszug:


In Cory Doctorows Nerdroman Little Brother wird das Department of Homeland Security nach einem weiteren Terroranschlag auf Amerika zu einer paranoiden Sicherheitsorganisation, welche kurzerhand die persönliche Freiheit aller Bürger abschafft. Nur eine Gruppe Jugendlicher stemmt sich mit Hilfe elektronischer Guerillataktiken wütend und cool dagegen. Das Buch ist eigentlich als Jugendbuch angelegt und soll zur Beschäftigung mit diversen Verschlüsslungs- und Sicherheitstechniken ermutigen. Hab es schon zwei mal verschenkt und den Link auch schon häufiger mal rumgeschickt.


Bei Adam Davies Goodbye Lemon steht Familienglück bzw. das Fehlen von selbigem im Mittelpunkt. Für alle mit einem offenem Vater- und/oder Mutterkonflikt sehr lesenswert. Zeigt auch, wie die eigene Wut und Angst Wahrnehmung und Kommunikation beeinflusst. Im konkreten Fall geht es um Jack, der nach einem Schlaganfall seines Vaters und nur unter Zwang seiner Freundin, diesen nach langer Zeit besucht.

Schon vom Titel her wird deutlich, dass Al Frankens Buch Lies and the Lying Liars Who Tell Them sich hervorragend in die Liste der “Wut”-Literatur einfügt. Das Buch liest sich schnell da recht simpel geschrieben. Al setzt sich mit allen großen Figuren des rechten Rands in Amerika und ihren Thesen auseinander. Viele der sezierten Lügen sind sehr plump, große geistige Anstrengung scheint wirklich nicht von Nöten. Hab es gelesen, weil ich irgendwann über die “Fair and Balanced” Sache gestolpert bin und früher ein paar mal Air America über itunes gehört habe.


Mike Davies Planet of Slums sollte eigentlich zur sozialwissenschaftliche Pflichtlektüre für Entwicklungshelfer gehören. Davies beschäftigt sich sehr ausführlich (und wütend) mit Entstehung, Form und Genese von Slums. Hier finden sich großartige Beschreibungen der Folgen von Strukturanpassungsprogrammen von IWF und Weltbank. Und die Einsicht, dass ein großer Teil der urbanen menschlichen Zukunft mit der Frage der Entsorgung jetziger Darmentleerung zusammenhängt.


Einen passenden Musiktip habe ich auch noch dazu: die Platte People Who Can Eat People Are the Luckiest People in the World von Andrew Jackson Jihad

30-sekunden-sohn ·599 days ago

Quelle: Reuters

Hier eine trivale aber nette Ablenkung für alle, die sich mit dem ländlichen China beschäftigen: Wu Yulu ist Bauer und verleiht seiner Faszination von Robotern mit allerlei Geschick Ausdruck. Mehr dazu (und ein Video) gibt es bei BoingBoing.